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Protectomat als markenunabhängiger PSA Ausgabeautomat und Materialausgabeautomat
Praxiswissen

Was ist Protectomat?

Auf einen Blick
  • Der Protectomat ist ein Ausgabeautomat, der Persönliche Schutzausrüstung, Arbeitskleidung, Werkzeuge, C-Teile und Verbrauchsmaterial im Betrieb selbstständig ausgibt.
  • Mitarbeiter identifizieren sich per RFID-Karte, Chip oder PIN. Jede Entnahme wird gebucht und ist der Person zugeordnet.
  • Berechtigungen und Mengenlimits lassen sich pro Mitarbeiter oder pro Gruppe und Abteilung hinterlegen.
  • Es gibt zwei Modelle: den Fachautomaten, auch Trommelautomat genannt, und den Schrankautomaten.
  • Die Lieferzeit beträgt in der Regel etwa vier Wochen, die Inbetriebnahme erfolgt an einem Tag durch MSK-Techniker.

In vielen Betrieben hängt die Ausgabe von Schutzausrüstung und Verbrauchsmaterial an einzelnen Personen im Lager oder im Meisterbüro. Wer in der Frühschicht Handschuhe braucht, wartet. Wer nach Feierabend etwas benötigt, greift in den offenen Schrank. Am Monatsende weiß niemand genau, wohin das Material gegangen ist. Der Protectomat setzt genau an dieser Stelle an.

Was ist der Protectomat?

Der Protectomat ist ein Ausgabeautomat für Betriebe. Er steht dort, wo das Material gebraucht wird: in der Fertigung, im Lager, in der Werkstatt oder am Schichtwechselpunkt. Ausgegeben wird alles, was regelmäßig in kleinen Mengen benötigt wird. Dazu gehören Schutzhandschuhe, Schutzbrillen, Gehörschutz, Atemschutz und weitere Persönliche Schutzausrüstung, außerdem Arbeitskleidung, Werkzeuge, Messmittel, C-Teile wie Schrauben und Muttern sowie Verbrauchsmaterial.

Der Automat ist rund um die Uhr verfügbar, auch außerhalb der üblichen Ausgabezeiten und ohne Ausgabepersonal. Die Bedienoberfläche steht in acht Sprachen zur Verfügung: Deutsch, Englisch, Türkisch, Rumänisch, Polnisch, Russisch, Ukrainisch und Arabisch. Angebunden wird der Automat über LAN, WLAN oder eine autarke Mobilfunkverbindung über LTE, ohne Zugriff auf das Firmennetz.

Wie läuft eine Entnahme ab?

Der Ablauf ist bewusst kurz gehalten. Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter hält eine RFID-Karte oder einen Chip an den Leser oder gibt eine PIN ein. Nahezu alle gängigen Kartentypen lassen sich lesen. Danach wird der gewünschte Artikel am Display ausgewählt und aus dem Fach entnommen.

Im Hintergrund passiert dabei mehr als die reine Ausgabe:

  • Jede Entnahme wird gebucht und der Person zugeordnet.
  • Berechtigungen und Mengenlimits gelten pro Mitarbeiter oder pro Gruppe und Abteilung. Nicht freigegebene Artikel lassen sich nicht entnehmen.
  • Die Auswertung ist nach Kostenstelle und Abteilung möglich, die Daten lassen sich als CSV exportieren.
  • Defekte Leihartikel lassen sich bei entsprechender Konfiguration sperren, damit sie nicht erneut ausgegeben werden.
  • Auch ein hinterlegter Prüf- oder Kalibrierstatus kann die Ausgabe sperren, sofern das entsprechend konfiguriert ist. Eine Prüfung durch eine befähigte Person und eine Kalibrierung ersetzt das nicht.

Aus dieser Protokollierung entsteht der eigentliche Effekt. Kunden berichten von 25 bis 35 Prozent weniger Schwund und Verbrauch, weil jede Entnahme sichtbar wird und Mengenlimits greifen.

Welche Modelle gibt es?

Es gibt zwei Bauformen: den Fachautomaten, auch Trommelautomat genannt, und den Schrankautomaten. Der Fachautomat arbeitet mit einzelnen verschlossenen Fächern. Welche der beiden Bauformen zum Einsatz kommt, ergibt sich aus dem Sortiment.

Die Fächer gibt es in drei Grundgrößen, die sich in neun Kombinationen anordnen lassen. Je nach Konfiguration stehen bis zu 810 Ausgabefächer zur Verfügung. Welche Fachaufteilung sinnvoll ist, zeigt sich am Entnahmeprofil: Ein Betrieb mit vielen Kleinteilen braucht eine andere Belegung als einer, der überwiegend Kleidung und Schuhe ausgibt.

Wie läuft die Einführung im Betrieb ab?

Am Anfang steht die Frage, welche Artikel überhaupt in den Automaten gehören. Sinnvoll sind Positionen mit hoher Entnahmefrequenz und erkennbarem Schwund. Daraus ergeben sich Fachaufteilung, Stellplatz und Berechtigungslogik.

Die Lieferzeit liegt in der Regel bei etwa vier Wochen und hängt von Modell, Konfiguration und Stückzahl ab. Die Inbetriebnahme vor Ort übernehmen MSK-Techniker in der Regel innerhalb eines Tages. Benötigt werden ein ebener Stellplatz, ein 230-Volt-Anschluss und eine Netzwerk- oder Mobilfunkverbindung. Entwicklung, Produktion, Software und Service kommen aus einer Hand, gefertigt wird in Deutschland.

Für den laufenden Betrieb gibt es mehrere Modelle: Miete mit Eigenbetrieb, also Befüllung durch das eigene Personal, Befüllservice durch MSK oder ein Konsignationslager.

Was das für die Materialausgabe im Betrieb bedeutet

Ein PSA Ausgabeautomat ersetzt keine Arbeitsschutzorganisation. Er sorgt aber dafür, dass benötigtes Material zu jeder Schicht verfügbar ist, dass jede Entnahme dokumentiert vorliegt und dass Verbrauch je Kostenstelle auswertbar wird. Für Einkauf, Arbeitsschutz und Betriebsleitung ist damit nachvollziehbar, wo Material tatsächlich hingeht. Welche Ausbaustufe für welchen Betrieb passt, zeigt der Überblick über den Protectomat Ausgabeautomaten.

Vom Beitrag zur Lösung

Materialausgabe im eigenen Betrieb prüfen

Wir schauen uns Ihr Sortiment, die Bedarfspunkte und die Nutzergruppen an und leiten daraus eine passende Ausgabelösung ab – vom Fachautomaten bis zum Konsi-Lager.

Kassem Taleb, Geschäftsführer von MSK Protect24, mit ausgewählten PSA-Artikeln aus dem Protectomat-Sortiment

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