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Protectomat Fachautomat: Werkzeugausgabeautomat mit beleuchteten Fächern, Touchscreen und RFID-Leser
Praxiswissen

Was hält die Zukunft bei Protectomat bereit?

Auf einen Blick

  • Der Funktionsstand ist öffentlich einsehbar: 16 Funktionen sind im Einsatz, sieben befinden sich in Entwicklung oder Planung.
  • Im Einsatz sind unter anderem die automatische Einlagerung, die halbautomatische Befüllung und online abrufbare Auffüllbelege.
  • Sicherheitsrelevante Artikel lassen sich mit einer digitalen Unterweisung verknüpfen und werden erst nach bestandener Prüfung freigegeben.
  • In Entwicklung sind die Wiegezellen-Ausgabe für Kleinteile und die Rückgabe nicht benötigter Artikel in den Automaten.
  • Geplant sind unter anderem KI-gestützte Auswertung, Lade- und Defektmanagement für Werkzeuge sowie eine kühlbare und eine Outdoor-Ausführung.

Ein Ausgabeautomat ist kein Gerät, das man einmal aufstellt und dann sich selbst überlässt. Sortimente ändern sich, Abläufe werden nachjustiert, und aus dem täglichen Betrieb entstehen Anforderungen, an die beim Aufstellen niemand gedacht hat. Weil Hardware, Software und Service bei uns im Haus liegen, fließen diese Anforderungen direkt in die Weiterentwicklung. Dieser Beitrag zeigt, was heute zur Verfügung steht und woran gerade gearbeitet wird.

Was heute im Einsatz ist

Ein großer Teil der Funktionen betrifft das Befüllen, weil dort im Alltag die meiste Zeit hängen bleibt. Drei davon greifen ineinander:

  • Automatische Einlagerung: Der Automat erkennt freie Fächer selbst, dreht in die richtige Position und öffnet das passende Fach. Das senkt den manuellen Aufwand und die Fehlerquote beim Einräumen.
  • Halbautomatische Befüllung: Die Tür kann während des Befüllens offen bleiben, während der Automat feste Reihen nacheinander ansteuert. Das lohnt sich vor allem bei großen Mengen und häufigem Artikelwechsel.
  • Online abrufbare Auffüllbelege: Jeder Befüllvorgang erzeugt automatisch einen digitalen Beleg, der im Web-Dashboard einsehbar und exportierbar ist. Wer nachvollziehen will, wann welche Menge nachgelegt wurde, muss dafür nicht mehr im Ordner blättern.

Auf der Bedienseite kommen zwei Punkte dazu: Die Oberfläche steht in acht Sprachen zur Verfügung und lässt sich individuell pro Mitarbeiter einstellen. Und über die Payment-Optionen legt jeder Betrieb selbst fest, wer kostenfrei entnimmt und wer direkt am Automaten bezahlt — eigene Mitarbeiter per RFID kostenfrei, externe Nutzer per Karte oder mobil. In der Praxis kaufen so etwa Speditionsfahrer fehlende Spanngurte oder Schutzbrillen direkt am Automaten im Lagerbereich.

Was das Web-Dashboard leistet

Der zweite Schwerpunkt liegt in Steuerung und Auswertung. Aus der reinen Entnahmebuchung ist eine Ebene geworden, mit der Einkauf und Arbeitsschutz arbeiten können:

  • Abteilungen, frei konfigurierbare Berechtigungsgruppen und Mengenlimits pro Tag, Woche oder Monat — mit unterschiedlichen Rechten für Produktion, Logistik, Instandhaltung oder externe Kräfte.
  • Bestandsüberwachung in Echtzeit mit frei wählbaren Schwellen für niedrigen und kritischen Bestand, dazu automatische Berichte per E-Mail: täglich, wöchentlich, monatlich oder nur, wenn es kritisch wird.
  • Trommelansicht und 3D-Bestandsansicht, die Position und Belegung jedes Fachs räumlich zeigen; farbliche Statusanzeigen machen Nachfüllbedarf sofort sichtbar.
  • Verbrauchs-, Kosten- und Anomalieanalysen über frei wählbare Zeiträume. Ungewöhnliche Entnahmemengen werden automatisch markiert.
  • Digitale Schulungen und Unterweisungen: Inhalte als Text oder PDF, eigene Prüfungsfragen, selbst festgelegte Bestehensgrenze und Gültigkeitsdauer. Ein sicherheitsrelevanter Artikel lässt sich mit einer Unterweisung verknüpfen und wird erst nach bestandener Prüfung freigegeben.
  • Mindesthaltbarkeitsverwaltung, CSV-Import für Mitarbeiter und Produkte, Export nach Excel und CSV, Ereignis- und Fehlerprotokoll je Automat sowie eine API, über die externe Systeme kontrolliert auf Bestands-, Produkt- und Entnahmedaten zugreifen.

Woran gerade gearbeitet wird

Zwei Funktionen befinden sich in Entwicklung. Die Wiegezellen-Ausgabe soll den Bestand loser Kleinteile über das Gewicht ermitteln und in eine verfügbare Stückzahl umrechnen. Damit werden Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben handhabbar, also genau die Artikel, die sich einzeln kaum sinnvoll ausgeben lassen.

Die Artikelrückgabe für Verbrauchsartikel geht den umgekehrten Weg: Nicht benötigte Artikel, etwa ein Spezialwerkzeug oder unbenutztes Betriebsmittel, sollen sich in den Automaten zurückgeben lassen. Das ergänzt die bestehende Leihgeräteverwaltung mit Rückgabeüberwachung um den Fall, in dem etwas gar nicht erst gebraucht wurde.

Was darüber hinaus geplant ist

Fünf weitere Vorhaben stehen auf der Roadmap. Termine nennen wir dazu bewusst nicht:

  • KI-Agenten für Analyse und Prozessunterstützung: Bestandsentwicklungen und Verbrauchsmuster sollen in konkrete Handlungsempfehlungen übersetzt werden, etwa Nachbestellvorschläge oder optimierte Befüllpläne.
  • Lade- und Defektmanagement für Werkzeuge: Akkus und Elektrowerkzeuge sollen während der Lagerung geladen werden und sich bei der Rückgabe als defekt melden lassen, damit sie nicht erneut ausgegeben werden.
  • Kühlbare Ausführung: für medizinische Produkte, Lebensmittel, Klebstoffe und andere temperaturempfindliche Materialien.
  • Outdoor-Ausführung: ein robustes Gehäuse für Baustellen und Außenlager mit wechselnden Temperaturen und Feuchtigkeit.
  • Produktempfehlung je Arbeitsbereich: der Automat soll passende Werkzeuge und Materialien zur jeweiligen Tätigkeit vorschlagen.

Wie Anforderungen aus dem Betrieb in die Entwicklung kommen

Viele der Funktionen auf dieser Liste gehen auf Vorschläge aus der Praxis zurück. Der Weg ist kurz, weil Hardware und Software aus einer Hand kommen: Sie schildern die Anforderung, wir prüfen sie und melden uns mit einer Einschätzung. Umsetzbare Ideen landen auf der Roadmap, Software-Updates sind im Mietmodell enthalten. Den vollständigen, laufend aktualisierten Stand mit allen Statusangaben finden Sie in der Übersicht der Funktionen und der Roadmap.

Vom Beitrag zur Lösung

Materialausgabe im eigenen Betrieb prüfen

Wir schauen uns Ihr Sortiment, die Bedarfspunkte und die Nutzergruppen an und leiten daraus eine passende Ausgabelösung ab – vom Fachautomaten bis zum Konsi-Lager.

Kassem Taleb, Geschäftsführer von MSK Protect24, mit ausgewählten PSA-Artikeln aus dem Protectomat-Sortiment

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