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Praxiswissen

Wie man seine Arbeitskleidung länger haltbar macht

Auf einen Blick

  • Die Lebensdauer von Arbeitskleidung entscheidet sich weniger beim Einkauf als bei der täglichen Pflege.
  • Pflegeetiketten und Herstellerangaben sind die verbindliche Grundlage, nicht die Gewohnheit in der Waschküche.
  • Kleidung früher reinigen, statt sie stark verschmutzt in die Maschine zu geben, verlängert die Nutzungsdauer deutlich.
  • Nähte, Verschlüsse und Beschichtungen gehören in eine regelmäßige Sichtprüfung.
  • Bei Schutzkleidung gilt: Beschädigte Teile werden ersetzt, nicht weiterverwendet.

Arbeitskleidung ist ein wiederkehrender Kostenblock. Sie wird beschafft, getragen, gewaschen, verschlissen und ersetzt. Wie oft dieser Kreislauf durchlaufen wird, hängt nur zum Teil von der Qualität beim Einkauf ab. Den größeren Hebel bilden Pflege, Prüfung und ein geregelter Austausch. Dieser Beitrag fasst zusammen, worauf es dabei im Betrieb ankommt.

Warum die Nutzungsdauer ein Kostenfaktor ist

Gute Arbeitskleidung kann bei sachgerechter Behandlung deutlich länger genutzt werden. Wird sie falsch gewaschen, zu heiß getrocknet oder zu spät ersetzt, verkürzt sich die Nutzungsdauer erheblich. Das betrifft nicht nur den Beschaffungspreis. Dazu kommen der Aufwand für Nachbestellung, Größenklärung, Lagerhaltung und Ausgabe.

Ein zweiter Punkt wird oft unterschätzt: Ein einheitliches, gepflegtes Erscheinungsbild ist im Kundenkontakt Teil des Auftritts. Kleidung, die vorzeitig ausbleicht oder ausfranst, wird eher ersetzt, als es der eigentliche Verschleiß erfordern würde.

Was die Haltbarkeit tatsächlich verlängert

Die wirksamsten Maßnahmen sind unspektakulär und kosten wenig:

  • Pflegeetikett befolgen. Waschtemperatur, Trocknungsart und Bügelhinweise stehen dort nicht zufällig. Sie sind auf das jeweilige Gewebe abgestimmt.
  • Früher waschen statt später. Stark eingezogener Schmutz, Öl und Staub wirken im Gewebe wie Schleifmittel. Wer Kleidung reinigt, bevor sie sichtbar verschmutzt ist, schont die Fasern.
  • Grob vorreinigen. Bei starker Verschmutzung lohnt es sich, loses Material vor dem Waschen mit Bürste oder Sauger zu entfernen.
  • Schonend trocknen und bügeln. Hohe Trocknertemperaturen belasten Nähte, Reflexstreifen und Beschichtungen. Wo eine schonende Programmstufe verfügbar ist, sollte sie genutzt werden.
  • Imprägnierung erneuern. Wasser- und schmutzabweisende Ausrüstungen lassen mit der Zeit nach. Ob und womit nachimprägniert werden darf, gibt der Hersteller vor.

Material und Einsatzzweck zusammenbringen

Nicht jedes Gewebe passt in jeden Betrieb. Für körperlich fordernde Tätigkeiten in Handwerk, Werkstatt oder Gastronomie sind robuste Materialien wie Baumwolle, Polyester oder Mischgewebe verbreitet, Leinen ist bei entsprechendem Einsatz eine Alternative. Entscheidend ist weniger der Werkstoffname als die Frage, welche Belastungen tatsächlich auftreten: Hitze, Öl, Chemikalien, Nässe, mechanischer Abrieb.

Auch die Passform gehört dazu. Zu enge Kleidung reißt schneller an Nähten und Belastungspunkten, zu weite Kleidung verhakt sich und verschleißt an Stellen, die dafür nicht ausgelegt sind. Wer bei der Beschaffung ausreichend Größen vorhält, verlängert damit indirekt die Nutzungsdauer des gesamten Bestands.

Verschleiß erkennen und rechtzeitig aussortieren

Eine regelmäßige Sichtprüfung kostet wenige Minuten und verhindert, dass Kleidung im Einsatz versagt. Zu prüfen sind vor allem:

  • Nähte an Schulter, Knie, Schritt und Taschen
  • Verschlüsse, Knöpfe und Reißverschlüsse
  • Reflexstreifen und Beschichtungen auf Ablösung oder Risse
  • Dünn gescheuerte Stellen, Löcher und Risse

Bei normaler Berufskleidung lässt sich ein loser Knopf oder eine offene Naht reparieren. Bei Schutzkleidung ist das anders zu bewerten: Ob eine Reparatur überhaupt zulässig ist oder das Teil ersetzt werden muss, gibt der Hersteller vor. Im Zweifel wird ausgetauscht. Ein beschädigtes Kleidungsstück, das seine Schutzfunktion nicht mehr zuverlässig erfüllt, gehört aus dem Umlauf genommen und nicht wieder in den Ausgabeschrank.

Damit das im Alltag auch geschieht, braucht es einen festen Weg für die Rückgabe und für den Ersatz. Genau hier scheitern viele Betriebe: Der defekte Artikel bleibt im Spind, weil der Austausch umständlich ist.

Was das für die Materialausgabe im Betrieb bedeutet

Pflege und Prüfung wirken nur, wenn Ersatz schnell verfügbar ist und wenn nachvollziehbar bleibt, wer wann welches Teil erhalten hat. Ein Ausgabeautomat bucht jede Entnahme auf die einzelne Person, erlaubt Mengenlimits pro Mitarbeiter oder pro Abteilung und macht den Verbrauch je Kostenstelle auswertbar. Defekte Leihartikel lassen sich bei entsprechender Konfiguration sperren, damit sie nicht erneut ausgegeben werden. Wie sich Arbeitskleidung und Verbrauchsmaterial darüber ausgeben lassen, zeigt die Übersicht zum Materialausgabeautomaten für Betriebe.

Vom Beitrag zur Lösung

Materialausgabe im eigenen Betrieb prüfen

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Kassem Taleb, Geschäftsführer von MSK Protect24, mit ausgewählten PSA-Artikeln aus dem Protectomat-Sortiment

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