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Praxiswissen

Wie können Sie Arbeitskleidung vor Diebstahl schützen?

Auf einen Blick

  • Arbeitskleidung verschwindet selten spektakulär, sondern nach und nach — meist dort, wo niemand namentlich für den Bestand zuständig ist.
  • Kennzeichnung und eine feste Zuordnung zum Mitarbeiter machen aus anonymer Ware nachvollziehbares Betriebseigentum.
  • Offene Regale, unverschlossene Umkleiden und Kleidung an der Garderobe sind die häufigsten Schwachstellen.
  • Wirksam ist nicht schärfere Kontrolle, sondern eine geregelte Ausgabe, bei der jede Entnahme dokumentiert wird.
  • Kunden berichten von 25 bis 35 Prozent weniger Schwund und Verbrauch, wenn die Ausgabe automatisiert und protokolliert läuft.

Arbeitskleidung ist ein Posten, der im Einkauf regelmäßig auffällt und trotzdem selten sauber erklärt werden kann. Die Bestellmengen steigen, die Zahl der Mitarbeiter bleibt gleich. In den wenigsten Fällen steckt dahinter ein einzelner großer Diebstahl. Typisch ist der schleichende Verlust: Jacken, die nicht zurückkommen, Schuhe, die zweimal ausgegeben werden, Ersatzteile aus dem offenen Regal, die niemand vermisst. Dieser Beitrag zeigt, welche Maßnahmen wirklich greifen und wo Betriebe ihre Zeit besser nicht investieren.

Warum Arbeitskleidung im Betrieb verschwindet

Der häufigste Grund ist nicht kriminelle Energie, sondern fehlende Zuständigkeit. Wo Kleidung frei zugänglich lagert und niemand dokumentiert, wer wann was mitgenommen hat, entsteht ein Bereich ohne Verantwortung. Wer sich eine zweite Jacke nimmt, weil die erste nass ist, empfindet das nicht als Diebstahl. In der Bestandsliste sieht es trotzdem genauso aus.

Dazu kommen strukturelle Faktoren, die sich in vielen Betrieben gleichen:

  • Kleidung wird in Sammelbestellungen beschafft und ohne Einzelnachweis verteilt.
  • Bei Schichtwechsel oder Personalwechsel gibt es keine geregelte Rückgabe.
  • Externe Kräfte, Leiharbeiter und Monteure greifen auf denselben Bestand zu.
  • Hochwertige Teile wie Winterjacken, Sicherheitsschuhe oder Warnschutz liegen offen.

Wer den Verlust reduzieren will, muss deshalb nicht schärfer kontrollieren, sondern die Ausgabe nachvollziehbar machen.

Kennzeichnung: wem gehört welches Teil

Eine dauerhafte Kennzeichnung ist die einfachste Maßnahme mit sofortiger Wirkung. Sie sorgt dafür, dass ein Kleidungsstück einem Betrieb und idealerweise einer Person zugeordnet werden kann. In der Praxis bewähren sich eingenähte Etiketten mit Nummer oder Kürzel, Textilmarkierungen an einer festgelegten Stelle und ein Firmenaufdruck an sichtbarer Position.

Der Effekt ist doppelt. Zum einen sinkt der Anreiz, gekennzeichnete Kleidung privat zu nutzen. Zum anderen lässt sich bei einer Rückgabe zweifelsfrei klären, wer welches Teil hatte. Wichtig ist, die Kennzeichnung sofort beim Wareneingang anzubringen und nicht erst bei der Ausgabe — sonst geht sie im Alltag unter.

Aufbewahrung und Zugang regeln

Der zweite Hebel ist der physische Zugang. Solange der Bestand in offenen Regalen im Lager oder in unverschlossenen Umkleiden liegt, hilft keine Vorschrift. Sinnvoll sind abschließbare Spinde für persönliche Ausrüstung, ein separater, verschlossener Bereich für Reserve- und Neuware und eine klare Regel, dass getragene Kleidung nicht in Gemeinschaftsbereichen abgelegt wird.

Gerade in der kalten Jahreszeit lohnt ein zweiter Blick auf Jacken und Mäntel. Sie sind hochwertig, sie hängen häufig unbeaufsichtigt und sie sind auch privat brauchbar — eine Kombination, die Verluste begünstigt. Ein fester Ablageort statt der offenen Garderobe löst hier bereits einen großen Teil des Problems.

Ausgabe dokumentieren statt Schrank offen lassen

Kennzeichnung und Schloss wirken nur, solange jemand die Liste führt. Genau daran scheitern viele Betriebe: Der Kollege mit dem Schlüssel ist im Urlaub, die Ausgabe läuft dann formlos, und nach zwei Wochen stimmt der Bestand nicht mehr. Nachhaltig wird das Thema erst, wenn die Dokumentation nicht mehr von einer Person abhängt.

Drei Punkte entscheiden über die Wirkung:

  • Jede Entnahme ist einer Person zugeordnet. Nicht „Abteilung Montage“, sondern ein Name.
  • Mengen sind begrenzt. Eine Winterjacke pro Saison lässt sich hinterlegen, drei nicht.
  • Die Zahlen sind auswertbar. Erst wenn Verbrauch pro Kostenstelle sichtbar wird, erkennt man Auffälligkeiten.

Wer diese drei Punkte erfüllt, braucht keine Kameras und keine zusätzlichen Kontrollen. Die Transparenz allein verändert das Verhalten.

Was das für die Materialausgabe im Betrieb bedeutet

Ein Ausgabeautomat setzt genau diese drei Punkte technisch um. Mitarbeiter identifizieren sich per RFID-Karte, Chip oder PIN; nahezu alle gängigen Kartentypen sind lesbar. Jede Entnahme wird gebucht und ist der Person zugeordnet. Berechtigungen und Mengenlimits lassen sich pro Mitarbeiter oder pro Gruppe und Abteilung hinterlegen, sodass die Winterjacke einmal pro Saison verfügbar ist und nicht dreimal. Die Auswertung nach Kostenstelle und Abteilung steht als CSV-Export bereit, die Ausgabe läuft rund um die Uhr und ohne Ausgabepersonal. Wie sich Arbeitskleidung, Berufskleidung und Verbrauchsmaterial darüber abbilden lassen, zeigt die Übersicht zum Materialausgabeautomat für Betriebe. Kunden berichten in der Folge von 25 bis 35 Prozent weniger Schwund und Verbrauch.

Vom Beitrag zur Lösung

Materialausgabe im eigenen Betrieb prüfen

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Kassem Taleb, Geschäftsführer von MSK Protect24, mit ausgewählten PSA-Artikeln aus dem Protectomat-Sortiment

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